Das Schneeberger Wintermärchen geht weiter mit einem klaren Sieg gegen Chemnitz! (15:6) / 32:20

Am Samstag stand das Spitzenspiel der Hinrunde auf dem Plan. Als Tabellenzweiter der Verbandsliga kam der HV Chemnitz III zu uns in die Silberstromhalle. Ziel für uns war natürlich unsere weiße Weste zu bewahren, obgleich wir wussten dass dies keine einfache Aufgabe werden würde, denn die Chemnitzerinnen hatten ihrerseits auch erst drei Minuspunkte auf dem Konto. Die personelle Situation war bei uns endlich einmal wieder etwas entspannter und so konnten wir mit der Unterstützung von Linda Kehrer (die ihr erstes Spiel in der 1. Mannschaft absolvierte) auf 10 Feldspielerinnen und 2 Torhüterinnen zurückgreifen. Die Vorzeichen standen also gut für uns, doch dies sollte sich nur wenige Minuten vor Anpfiff der Partie ändern. Jeannine Prochnow blockte einen Ball beim Einwerfen unglücklich und kugelte sich dabei den Daumen aus. Für andere wäre der Tag jetzt gelaufen gewesen und sie wären ins Krankenhaus gefahren. DOCH NICHT für unsere Jeannine!! 😛 😉 Sie ließ sich den Daumen kurzerhand vor Ort einrenken und tapen und meldete sich kurz nach Anpfiff wieder auf der Bank zurück. 😀 Vielen Dank nochmal an Kay Anger und seine Bekannte, die zum Glück da war, für die schnelle medizinische Versorgung!!!!

Der Schock saß uns bei Anpfiff des Spieles noch leicht in den Gliedern. Jedoch ging auch ein „Jetzt erst recht!“ Ruck durch die Mannschaft. Beide Mannschaften agierten in den Anfangsminuten nervös und das Publikum merkte dass es eine wichtige Partie für beide Teams war. In der 2. Spielminute eröffnete dann Linda Leonhardt mit dem 1:0, vom 7-Meterpunkt aus, die Torjagd für uns. Bis zur 5. Min hielten die Gäste aus Chemnitz gut dagegen und somit war das Spiel beim 2:2 noch ausgeglichen. Danach kam jedoch unsere erste gute Phase im Spiel. Mit einer sicheren Abwehr konnten wir der Chemnitzer Offensive den Zahn ziehen und waren unsererseits im schnellen Gegenstoß über Lisa Graupner mehrfach erfolgreich. Somit stellten wir beim Stand von 5:2 die erste kleine Führung für uns her, die wir auch bis zum 7:4 (14. Min.) verwalten konnten. Doch dann sollte bei uns der Knoten platzen. Linda Leonhardt, Romy Kolbe und Denise Meyer agierten im Rückraum mit viel Druck auf die gegnerische Abwehr und waren entweder selbst erfolgreich oder setzten ihre Mitspielerinnen sehenswert ein. Und auch Jeannine Prochnow am Kreis schloss sehr sicher ab. Hinzu kam eine sensationelle Abwehrarbeit von allen und obendrauf noch Annett Keßler im Tor, die in der ersten Hälfte mit einer Quote von knapp 65% gehaltener Bälle glänzen konnte. Somit ließen wir bis zur Pause nur noch 2!! Gegentore zu und gingen mit einem beruhigenden 15:6 in die Halbzeit.

Die Leistung der ersten Hälfte war also mehr als ansprechend und so gab es für Trainer Sascha Thieme in der Halbzeitpause auch wenig zu besprechen. Er schickte seine Mädels mit viel Lob und dem kleinen Nachsatz, wie immer die Konzentration auch in der zweiten Halbzeit hoch zu halten, wieder zurück in die Partie.

Und dies sollte auch weitestgehend in der zweiten Hälfte umgesetzt werden. In den ersten Minuten nach Wiederanpfiff schwächelten wir ein wenig mit unserer Chancenverwertung und so konnten die Gäste den Rückstand auf 16:10 (36. Min.) verkürzen. Aber dann fanden wir ins Spiel zurück. Mit schnellen Gegenstößen über Lisa Graupner und Melanie Martin war der Vorsprung beim 19:10 wieder hergestellt. Und auch nach den Auswechslungen war kein Bruch in unserem Spiel zu erkennen. So reihte sich Cindy D. jetzt nahtlos ins Spiel mit ein. Und auch Anne Kiebs konnte nach längerer Krankheitspause wieder mit ins Spielgeschehen eingreifen und verwandelt ihre Chancen sicher. Somit wuchs unser Vorsprung weiter an auf 21:11. Dann gab es in der 46. Min. das nächste kleine Comeback. 🙂 Marie-Theres Mandel spielte nach ihrer Verletzungspause erstmals wieder seit ca. 13 Wochen und was macht sie als Erstes? Richtig, fängt einen Pass der Chemnitzerinnen ab und geht in den Gegenstoß, den sie sicher verwandelt. 😉 Die letzten zehn Minuten ließen wir nun nichts mehr anbrennen. Die Abwehr stand weiterhin sehr gut, im Angriff nutzten wir unsere Chancen und auch Linda Kehrer, die in den letzten 5 Minuten ihren ersten Einsatz bekam, konnte sich im Tor noch bewähren. Am Ende stand ein völlig ungefährdeter 32:20 Sieg auf der Anzeigetafel und wir bewahren unsere weiße Weste!

 

Fazit des Trainers:

Wie bereits in der Vorwoche sind wir mit viel Respekt vor unserem Gegner in die Partie gegangen. Meinen Mädels kann ich wieder nur ausschließlich Komplimente machen für die geschlossen sehr gute Mannschaftsleistung. Alle konnten sowohl in der Defensive wie auch in der Offensive überzeugen. Den Hut ziehe ich zusätzlich vor Jeannine, die nicht eine Sekunde darüber nachgedacht hat, nicht in die Partie zu gehen. Allen Mädels einen großen Dank für den gezeigten Einsatz im Spiel. So ist der Job für den Trainer wirklich sehr einfach! 😉

 

Am kommenden Samstag können wir im letzten Spiel für dieses Jahr unsere Hinrunde perfektionieren. Wir haben die Chance auf eine Hinrunde ohne Minuspunkte. Fahren aber natürlich dennoch mit Respekt zur DHfK  nach Leipzig und wollen die Partie keineswegs auf die leichte Schulter nehmen!

 

SVS spielte mit:

Annett Keßler (Tor), Linda Kehrer (Tor), Anne Kiebs (1), Marie-Theres Mandel (3), Denise Meyer (3), Jeannine Prochnow (6), Melanie Martin (2), Cindy D. (1), Linda Leonhardt (2/2), Antonia Bamler (1), Lisa Graupner (7), Romy Kolbe (6/1)

 

Strafwürfe:         Schneeberg        3/3 verwandelt                 /             Chemnitz             6/3 verwandelt

Zeitstrafen:         Schneeberg        7 x 2 Minuten                    /             Chemnitz             3 x 2 Minuten

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