HSV Marienberg vs. SV Schneeberg 32:22 (15:10)

Holprige Auswärtsleistung lässt keinen Punktgewinn zu

Nach dem hohen Heimsieg der vergangenen Woche war jedem klar, dass mit dem direkten Tabellennachbarn dem HSV Marienberg ein ganz anderes Kaliber auf uns wartete. Hinzu kam, dass wir die Auswärtsfahrt an den Goldkindstein, auf Grund von berufsbedingten Ausfällen, nur mit gerade einmal 7 Feldspielerinnen und 2 Torhüterinnen antraten. Die Heimmannschaft hatte hingegen fast alle Akteurinnen im Repertoire, unter anderem auch die im Hinspiel noch fehlenden Sylke Sowa und Nikolett Pavel (beide erfahrene Spielerinnen aus der ehemaligen 1. Mannschaft des HSV). Dennoch lautete unsere Devise so lange wie möglich gegenhalten.

In den Anfangsminuten der Partie sollte uns dies auch noch gelingen. Unsere Abwehr stand hier zunächst noch recht passabel und die Gastgeberinnen mussten sich ihre Tore hart erkämpfen. In der Offensive agierten wir mit gutem Tempo und erspielten uns eine Vielzahl an Möglichkeiten, die wir in Tore umsetzen konnten. Nach ca. fünf gespielten Minuten zeigte dies auch der Stand von 5:5 auf der Anzeigetafel. Danach kam jedoch, auch auf Grund von notwendigen Umstellungen, ein Bruch in unser Spiel. Unsere Abwehr offenbarte viel zu große Lücken, die von den Gastgeberinnen aus Marienberg gnadenlos genutzt wurden. Und auch im Angriff lief jetzt bei uns nicht mehr allzu viel da wir zu wenig aus der Bewegung heraus agierten. Somit setzten sich die Marienbergerinnen nun bis auf 14:6 ab. Bis zur Pause konnten wir unsere Fehlerquote noch einmal reduzierten und verkürzten auf 15:10.

In der Halbzeitpause sprach Trainer Sascha Thieme die Probleme in der eigenen Abwehr an und mahnte in der Offensive nach mehr Bewegung. Nach einem kurzen Lob für die Aufholjagd der letzten Minuten in Hälfte eins, ging es dennoch mit Optimismus in die zweiten 30 Minuten.

Mit Beginn der zweiten Hälfte gelang uns noch der verkürzende Treffer zum 15:11. Danach häuften sich jedoch wieder die leichten Fehler im eigenen Angriff, welche die Marienbergerinnen mit schnellen Kontern eiskalt nutzten um die Führung ihrerseits wieder auszubauen. In unserer Abwehr fehlte es uns an der gewohnten Sicherheit. Wir ließen den Gastgeberinnen zu viele Räume und auch die zweiten Bälle (Abpraller) vor unserem Tor gingen immer wieder an die Marienbergerinnen. Daraus resultierte eine 26:13 Führung für den HSV. Dies sollte dann auch die Vorentscheidung des Spieles sein. Trainer Sascha Thieme fiel in der zweiten Hälfte, vielleicht auch bedingt durch die fehlenden Wechselmöglichkeiten, nicht mehr viel Nutzbares ein um das Spiel noch einmal zu drehen und somit fuhren die HSV’lerinnen einen ungefährdeten 32:22 Heimsieg ein.

 

Fazit des Trainers:

Zwei Probleme haben uns in diesem Spiel das Leben schwer gemacht. Unsere Abwehr agierte über weite Strecken der Partie zu passiv und auch die Abstimmung untereinander lief nicht optimal. Im Angriff kamen wir in vielen Situationen aus dem Stand und es waren zu wenige Aktionen aus dem Laufen heraus. Als positiv bleiben uns die ersten Minuten der Partie in denen wir gut mithielten und das wir uns haben nicht komplett „abschießen“ lassen.

Jetzt heißt es die Partie schnell abhaken, denn am kommenden Samstag steht zum Heimspiel gegen den HV Chemnitz gleich die nächste harte Aufgabe auf dem Plan.

 

SVS spielte mit:

Linda Putzker (Tor), Annett Keßler (Tor), Marie-Theres Mandel (11/2), Denise Albert (3), Melanie Martin, Cindy Dörfel (4), Linda Leonhardt (2), Antonia Bamler (2), Miriam Fuhrig

 

Strafwürfe:         Schneeberg        2/2 verwandelt                 /             Marienberg                       4/2 verwandelt

Zeitstrafen:         Schneeberg        4 x 2 Minuten                    /             Marienberg                       0 x 2 Minuten

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