Mit zu wenig Selbstvertrauen war im Rödertal nix zu holen (23:15) / 41:33

Nach den letzten beiden Siegen in der Liga, wussten wir dass uns diesmal eine weit größere Aufgabe erwarten würde. Mit einem Kader von 8 Feldspielerinnen und 2 Torhüterinnen ging es fast schon gewohnt in die Partie. Die sehr gut ausgebildete und bisher noch ungeschlagene Truppe von Trainer Steffen Wohlrab ging als haushoher Favorit in die Partie. Und dies sollte sich leider auch direkt in den ersten Minuten des Spieles zeigen.

Wir begannen in der Defensive viel zu passiv und ließen uns weit an den eigenen 6-Meter-Raum zurückdrängen. Diesen Raum nutzten die Gastgeberinnen dankend aus und kamen fast spielerisch zu einfachen Toren. Auch in der Offensive lief es bei uns alles andere als rund. Wir ließen uns von der offensiven und körperlich sehr großgewachsenen Abwehr der Rödertalbienen beeindrucken und agierten viel zu nervös. In Folge dessen lagen wir in der 10. Spielminute bereits mit 7:1 zurück. Danach konnten wir zwar durch zwei Tore auf 7:3 verkürzen, doch auch das gab uns leider nicht das erforderliche Vertrauen in uns selbst zurück. Bis zur Halbzeit stand unsere Abwehr weiterhin zu defensiv und musste auch zu viele „zweite Bälle“ an die Rödertalbienen abgeben. Diese bauten ihren Vorsprung über die Stationen 9:5 (12. Min.) und 15:8 (21. Min.) letztendlich auf ein 23:15 zur Pause aus.

Trainer Sascha Thieme hatte also so einige Baustellen auf die er in der Halbzeit eingehen musste. Er forderte zum einen mehr Einsatz in der Abwehr und ein offensiveres Agieren seiner Ladies. Zum anderen bemängelte er das fehlende Selbstvertrauen in die eigenen Offensivaktionen seiner Schützlinge. Mit dem Willen dies umzusetzen ging es also in die zweite Hälfte.

Doch dies sollte uns an diesem Tag nicht gelingen. Uns unterliefen weiterhin zu viele einfache Ballverluste und Fehlwürfe im Angriff, die durch die Rödertalbienen knallhart mit Gegenstoßtoren beantwortet wurden. Somit blieb uns in der zweiten Halbzeit nur noch die Schadensbegrenzung und über die Spielstände 28:18 (36. Min.) und 35:25 (45. Min.) konnten wir an der 41:33 Auswärtsniederlage nichts mehr ändern.

 

Fazit des Trainers:

Wir waren von Anfang an nicht zu 100% in der Partie. Zu viele einfachen Fehler und Unkonzentriertheit in den eigenen Aktionen machten uns das Leben schwer. Dass man sich dies gegen die Rödertalbienen nicht leisten kann, wussten wir zwar, doch wir mussten es auch schmerzhaft erfahren. Wenn man etwas Positives aus diesem Spiel für sich ziehen möchte, so kann man am Ende nur lobend erwähnen dass man sich hat nicht komplett aus der Halle schießen lassen. Dennoch muss man auch so ehrlich mit sich selber umgehen und auch sehen dass wir auf dem Boden der Tatsachen wieder angekommen sind und gesehen haben, dass einem in der Sachsenliga nicht alles einfach „zufliegt“.

 

Am kommenden Samstag kommt das Tabellenschlusslicht der Sachsenliga in die Silberstromhalle. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Schneebergerinnen in diesem Spiel ihr Selbstvertrauen zurückholen können. Uns bleiben nun nur drei Trainingseinheiten um die Fehler der vergangenen Partie aufzuarbeiten und die ersten Sachen im kommenden Spiel umzusetzen und besser zu machen. Unterschätzen sollten man den Radeberger SV jedoch keinesfalls.

 

SVS spielte mit:

Annett Keßler (Tor), Linda Kehrer (Tor), Marie-Theres Mandel (5), Denise Meyer (6), Melanie Martin, Linda Leonhardt (5/3), Anne Zipplies, Adriana Norr (6), Romy Kolbe (8/2), Lisa Graupner (3)

 

Strafwürfe:         Schneeberg        6/5 verwandelt                 /             Rödertal II                         4/2 verwandelt

Zeitstrafen:         Schneeberg        4 x 2 Minuten                    /             Rödertal II                         2 x 2 Minuten

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