Nach großem Kampf, in der erwartet schweren Auswärtspartie, weiterhin Verlustpunktfrei! (15:15) / 26:28

Zum Samstagabend ging unsere Auswärtsfahrt wieder einmal nach Leipzig. Ziel war diesmal die Rosenow-Sporthalle, die Heimspielstätte der TuS Leipzig-Mockau. Die Mockauerinnen waren in den letzten beiden Partien gegen Chemnitz und Marienberg ungeschlagen geblieben und nicht nur deswegen war uns klar, dass das Spiel für uns kein Zuckerschlecken werden würde. Das Protokoll war auf unserer Seite nicht gerade prall gefüllt. Uns fehlten arbeitsbedingt mehrere Spielerinnen und da unsere 2. Mannschaft fast zeitgleich auswärts spielte, fehlte uns auch der Ersatz für die Torhüterposition. Hinzu kam noch, dass ein paar Spielerinnen gesundheitlich angeschlagen in die Partie gingen. Umso mehr half uns das kurzfristige Einspringen von Carolyn Küchler, die zu unserem Glück nur unweit der Sporthalle wohnt und uns sofort spontan zusagte und unterstützte. 😉

Wir begannen die Partie etwas nervös. Unsere Abwehr stand nicht so sicher wie gewohnt, wir ließen den Mockauerinnen zu viel Platz im Spielaufbau und bekamen auch die gegnerische Kreisläuferin nicht so richtig zu fassen. Auch im Angriff lief noch nicht alles rund und so wurden die notwendigen Lücken in der Mockauer Abwehr nicht gefunden oder nicht genutzt. Die Gastgeberinnen nutzten dies und setzten sich nach wenigen Minuten auf 3:1 ab. Danach stabilisierten wir uns jedoch und konnten durch schnelles Umschalten aus der Abwehr heraus mehrere schnelle Angriffe über Marie-Theres Mandel und Lisa Graupner abschließen. Über die Stände 3:3, und 5:5 blieb die Partie bis zum 7:7 komplett offen. In den nun folgenden Spielminuten machte unser Rückraum, mit Linda Leonhardt, Romy Kolbe und Denise Meyer, mächtig Druck auf die gegnerische Abwehr und waren größtenteils nur mit Aktionen am Rande der Fairness zu stoppen. Somit erarbeiteten wir uns einen 7:10 Vorsprung. Leider konnten wir diesen nicht bis zur Halbzeit halten, denn wir leisteten uns in der Schlussphase zu viele Fehler im Angriff und Zeitstrafen in der Abwehr. Hinzu kam noch die Verletzung von Annett Keßler im Tor, die jedoch trotz der Zerrung im Oberschenkel, die Partie bis zum Schluss mit uns durchzog!!!

Mit dem Halbzeitstand von 15:15 waren wir nicht so richtig zufrieden. Wir wussten, dass wir uns zu viele leicht vergebene Chancen geleistet hatten und auch die Abwehr eine Schippe drauflegen musste. Wir gingen also motiviert in die zweite Hälfte und nahmen uns noch einiges vor.

Doch dies sollte uns nach Wiederanpfiff nicht so richtig gelingen. In der Abwehr schafften wir es weiterhin nicht die Kreisläuferin des Gegners unter Kontrolle zu bringen und dadurch hatten die Mockauerinnen viele einfache Torgelegenheiten, die sie auch nutzten. Im Angriff scheiterten wir immer wieder an der Konzentration im Abschluss oder an der Mockauer Torhüterin. Die Gastgeberinnen nutzten diese Phase und gingen bis zur 43. Spielminute mit 23:18 in Führung. In Folge dessen nahm Trainer Sascha Thieme die notwendige Auszeit. Diese verlief diesmal ungewohnt laut, jedoch nicht um die eigenen Fehler vorzuwerfen, sondern um die Spielerinnen wieder in die Konzentration zurückzuholen, zu motivieren und die taktischen Umstellung rüberzubringen. Und dies gelang auch. Wir waren wieder spürbar präsenter in der Partie. Unsere Abwehr agierte jetzt wieder kontrollierter und war auch trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Jeannine Prochnow nicht aus der Ruhe zu bringen. Carolyn Küchler übernahm die Position und brachte auch noch weitere Stabilität in unsere Abwehr. In den folgenden Minuten ließen wir jetzt nur noch zwei Gegentore zu und kämpften uns Tor um Tor wieder zurück ins Spiel. Auch eine Auszeit der Mockauerinnen in der 50. Spielminute änderte daran nichts. Resultat ein 25:25 kurz vor Abpfiff und die Schlussphase sollte wieder einmal mehr als spannend werden. Den Auftakt machten die Gastgeberinnen und gingen mit 26:25 in Führung. Doch danach übernahmen wir das Zepter. Mit schnellen Aktionen im Angriff waren wir nicht zu stoppen und legten drei Tore in Folge vor. In der Abwehr hatten wir jetzt auch alles sicher im Griff und Annett Keßler hielt unseren Sieg mit drei starken und wichtigen Paraden felsenfest. Am Ende stand ein knapper aber dennoch verdienter 26:28 Sieg für uns auf der Anzeigetafel.

 

Fazit des Trainers:

Uns war klar, dass die Auswärtspartie in Mockau kein Selbstläufer werden würde. In der ersten Hälfte spielten wir nur selten unsere Qualitäten in Angriff und Abwehr komplett aus und auch zu Beginn der zweiten Hälfte lief nicht alles rund. Umso größer ist mein Respekt vor der Leistung meiner Mädels nach dem 5-Tore-Rückstand in der 43. Spielminute. Mit einer starken Mannschaftsleitung haben wir uns in die Partie zurückgekämpft und wurden am Ende dafür belohnt. Dies zeigt unsere mannschaftliche Geschlossenheit und auch den unstillbaren Willen jede Partie zu gewinnen, egal wie „hoffnungslos“ die Ausgangslage auch ist. Großes Lob! 😀

Am kommenden Samstag steht nun, vor der Spielpause in den Winterferien, die Partie gegen die SG Lok Wurzen in unserer Silberstromhalle an. Das Hinspiel ging denkbar knapp mit 19:21 für uns aus. Wir haben uns für das Rückspiel viel vorgenommen und wollen natürlich auch zu Hause vor unserem Publikum die weiße Weste bewahren und keinesfalls abgeben.

 

SVS spielte mit:

Annett Keßler (Tor), Marie-Theres Mandel (5), Denise Meyer (3), Jeannine Prochnow, Melanie Martin (1), Carolyn Küchler, Linda Leonhardt (6/4), Antonia Bamler, Lisa Graupner (6), Romy Kolbe (7)

 

Strafwürfe:         Schneeberg        5/4 verwandelt                 /             Leipzig-Mockau                7/3 verwandelt

Zeitstrafen:         Schneeberg        6 x 2 Minuten                    /             Leipzig-Mockau                2 x 2 Minuten

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