Nach zwei schwer erarbeiteten Auswärtspunkten behalten wir die weiße Weste (12:8) / 20:23

Zum zweiten Ligaspiel der Saison ging unsere Reise zur zweiten Vertretung der HSG Rückmarsdorf. Auch wenn unser Gegner noch ohne Punkte auf dem Konto aktuell Tabellenletzter ist, war uns klar dass dies keine einfache Partie werden würde. Bereits in der Besprechung vor dem Spiel mahnte Trainer Sascha Thieme, dass man den Gegner keinesfalls unterschätzen darf und mit voller Konzentration in die Partie gehen muss.

Doch unser Start war alles andere als optimal. Zwar funktionierten unsere Spielzüge und wir erspielten uns immer wieder viele gute und freie Wurfmöglichkeiten, jedoch brachten wir die Bälle nicht im gegnerischen Kasten unter. Dies lag jedoch zumeist nicht an der Torhüterin aus Rückmarsdorf (ohne ihr zu nahe treten zu wollen), sondern viel mehr an der Konzentration im eigenen Abschluss. Hinzu kam ein zu passives Agieren in unserer eigenen Abwehr, was die Gastgeberinnen für sich nutzen konnten. Somit waren die Rückmarsdorferinnen relativ schnell mit 4:2 in Führung und konnten diese auch über die Stationen von 6:3 und 8:5 auf 10:6 ausbauen. Auch eine Auszeit unsererseits in der 15. Spielminute und die erneute Aufforderung unsere Konzentration auf den Torabschluss zu legen, fruchtete nicht. Auf Grund der angesprochenen Fehler ging es also mit einem 12:8 Rückstand in die Pause. Zählt man jedoch allein die Chancen in denen wir frei 1gg1 vor der gegnerischen Torhüterin standen, so hätte man ganz locker mit einer knappen Führung in die Pause gehen können.

Die Punkte für die Besprechung in der Halbzeitpause waren also schnell klar. In der Abwehr agierten wir zu passiv und bekamen die Kreisläuferin der Gastgeberinnen nicht in den Griff. Und im Angriff mangelte es akut an der Chancenverwertung. Dennoch hieß es nun sich noch einmal zu motivieren, denn es gab ja noch 30 weitere Minuten zu spielen.

Die ersten Minuten der zweiten Hälfte verliefen jedoch ähnlich, wie in Halbzeit eins. Im Angriff schlossen wir zu hektisch und unkontrolliert ab. Und auch in der Abwehr hatten wir jetzt zunehmend Probleme mit den Rückraumspielerinnen der Gastgeberinnen. Somit wuchs der Rückstand bis auf 14:9 an. Danach gelang es uns wieder etwas mehr Sicherheit in unsere Angriffsbemühungen zu bekommen. Mit mehr Tempo agierten wir jetzt besser in den Tiefenraum der gegnerischen Abwehr und schlossen auch sicherer ab. Hinzu kam auch eine sehr gute Phase von Annett im Tor, die mehrere gute und freie Chancen der Rückmarsdorferinnen entschärfen konnten und uns somit eine rasche Aufholjagd im eigenen Angriff ermöglichte. Über die Stationen 15:12, 16:14 und 17:16 war der Spielstand beim 18:18 (50. Min.) wieder ausgeglichen. Nach einem erneut gut ausgespielten Angriff konnten wir mit 18:19 in Führung gehen und nach einer Zeitstrafe gegen die Gastgeberinnen schien der Widerstand mit der 18:20 Führung nun endgültig gebrochen zu sein. In den letzten Minuten spielten wir unsere Führung relativ sicher herunter und gewannen am Ende 20:23.

 

Fazit des Trainers:

Wir sind erneut vergleichbar schlecht in die Partie gestartet. Wie bereits in der Vorwoche waren wir im eigenen Angriff zu unsicher und teilweise überhastet. Und auch die Abschlussquote war erneut nicht besonders gut. Somit haben wir unseren Gegner ins Spiel kommen lassen und zusätzlich aufgebaut. Die Pausenführung für Rückmarsdorf ging, anhand des Spielverlaufs so völlig in Ordnung, jedoch hätten wir mit mehr Sicherheit im Angriff selber führen müssen. Die aufgetauchten Schwächen in der Offensive, vor allem im Torabschluss, können wir auch keineswegs mit dem fehlenden Haftmittel am Ball entschuldigen. Positiv zu erwähnen bleibt am Ende unser Kampfgeist und das wir die Partie in den letzten 10 Minuten noch für uns entscheiden konnten. Die vier Punkte aus den ersten beiden Ligaspielen geben uns jetzt hoffentlich die notwendige Ruhe, um mit mehr Konzentration in der Offensive die Spiele wieder einfacher für uns entscheiden zu können.

 

SVS spielte mit:

Linda Putzker (Tor), Annett Keßler (Tor), Marie-Theres Mandel (10), Jeannine Prochnow, Melanie Martin, Linda Leonhardt (2/2), Antonia Bamler (2), Cindy D. (1), Lisa Michen, Lisa Graupner (4), Romy Kolbe (4/2)

 

Strafwürfe:         Schneeberg        5/4 verwandelt                 /             Rückmarsdorf                   3/2 verwandelt

Zeitstrafen:         Schneeberg        4 x 2 Minuten                    /             Rückmarsdrof                   3 x 2 Minuten

 

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