Spitzenspiel gewonnen und Tabellenspitze erklommen (17:8) / 36:19

Am Samstag stand das Spitzenspiel in der Verbandsliga West an. Mit der SV Plauen-Oberlosa II kam der ungeschlagene Spitzenreiter der Liga in die Silberstromhalle nach Schneeberg. Die Vorzeichen für dieses Spiel standen alles andere als gut für uns. Das Abschlusstraining am Freitag absolvierten wir mit gerade einmal 4 !! Spielerinnen aus dem Kader der 1. Mannschaft. Und nach dem Training war auch noch nicht klar, ob wir überhaupt eine Startsieben zusammenbekommen würden oder komplett aus der Zweiten auffüllen müssen. Doch das Glück sollte diesmal auf unserer Seite sein, denn die Gäste aus Plauen-Oberlosa plagten ähnliche Sorgen. Auch bei ihnen fehlten mehrere Stammkräfte und somit war es zumindest auf dem Papier wieder eine ausgeglichene Situation.

In den ersten Minuten agierten beide Teams noch etwas nervös, was sicherlich auch an der Bedeutung dieses Spieles lag. Denn immerhin ging es nicht nur um zwei Punkte, sondern auch um die Tabellenführung und die „weiße Weste“. Im fünften eigenen Angriff war es dann Melanie Martin die per Gegenstoß einnetzte und unsere Torejagd somit an diesem Tag eröffnete. (5. Min. 1:1). Unser nächster Angriff war dann aus der Kategorie „Bilderbuch“. Mit einer nahezu perfekt ausgespielten Kombination über Linda Leonhardt, konnte Jeannine Prochnow am Kreis sehenswert den 2:2 Ausgleich erzielen. Da die Gäste aus Plauen-Oberlosa ihre Nervosität im Angriff nicht so recht ablegen konnten, nahm das Plauen-Oberlosaer Trainerteam in der 7. Min. die erste Auszeit. Doch dies sollte eher uns in die Karten spielen. In den folgenden Spielminuten stand unsere Abwehr sehr sicher und agierte in den richtigen Situationen offensiv. Und hatten die Oberlosaerinnen doch einmal die Chance zum Abschluss, war da ja immer noch Annett Keßler im Tor, die mit mehreren Paraden den Gästen die Nerven zog. Somit setzten wir uns bis zur 20. Min. über die Stationen 4:2 und 7:4 bis auf 10:4 ab. Und so sollte es bis zur Halbzeit auch für uns weitergehen. Mit einem überragenden und fast unüberwindbaren Mittelblock mit Linda Leonhardt und Jeannine Prochnow ließen wir kaum Chancen für den gegnerischen Angriff zu und konnten über unsere schnellen Außenspielerinnen Lisa Graupner und Melanie Martin mit direkten Gegenstoßen erfolgreich abschließen. Und wenn wir doch einmal gegen den formierten Abwehrblock der Oberlosaerinnen agieren mussten, waren dann auch Romy Kolbe und Cindy D. im Rückraum zur Stellen und schlossen ebenfalls erfolgreich ab. Halbzeitstand 17:8.

Kritikpunkte gab es in der Halbzeitansprache keine. Die Abwehr stand sicher, der Angriff war effektiv und auch im Tor war der sichere Rückhalt da. Somit erhielt die Mannschaft erst einmal eine Menge Lob von Trainer Sascha Thieme, der sich mit der ersten Hälfte sichtlich zufrieden zeigte. Er hatte diesmal nur die Aufgabe, die Konzentration seiner Mädels hoch zu halten, denn es waren ja trotz des hohen Vorsprungs zur Pause immer noch 30 Minuten zu spielen.

Mit Wiederanpfiff setzten wir auch genau dies um. Zwar ging der erste Angriff der zweiten Halbzeit verloren, doch danach drehten wir wieder so richtig auf. Aus einer weiterhin sicher stehenden und auch taktisch klug agierenden Abwehr gingen wir in die schnellen Gegenstöße und konnten die Oberlosaer Abwehr somit häufig überwinden. In der 40. Spielminute schien die Vorentscheidung beim Stand von 25:12 gefallen zu sein. Ab jetzt zeigte sich auf Seiten der Oberlosaerinnen auch der erste Kräfteverschleiß und dies nutzten wir „gnadenlos“ aus. Linda Leonhardt und Romy Kolbe zogen jetzt abwechselnd die Fäden im eigenen Angriff und brachten mit teils sehenswert herausgespielten Situationen viel Spielwitz in die Partie. In der 45. Spielminute kam dann Daniela Reipert, unsere Torhüterin aus der 2. Mannschaft, für einen 7m-Strafwurf ins Tor und konnte diesen auch direkt entschärfen. Die letzte viertel Stunde der Partie lief dann wie im Schnürchen für uns. In der Defensive ließen wir kaum etwas zu und spielten bis zur letzten Minute mit viel Tempo in der Offensive. Über die Stationen 28:14, 30:15 (50. Min.) und 33:17 stand am Ende ein ungefährdeter 36:19 Heimerfolg für uns auf der Anzeigetafel.

 

Fazit des Trainers:

Was war das für eine Woche für uns. Mit Trainingseinheiten teilweise zu 4 ging es mit einem unguten Gefühl in den Spieltag. Doch mit der gezeigten Leistung können wir mehr als zufrieden sein. Ein riesen Kompliment an meine Mädels. Sowohl defensiv wie auch offensiv sehr clever und überragend gespielt. Sicherlich spielte uns der Kader der Gäste dabei etwas in die Karten, doch war dies eigentlich nur der „gerechte Ausgleich“, denn uns ging es ja nicht viel anders. Hoffentlich treffen beide Mannschaften in der Rückrunde auf beiden Seiten mit vollständigem Kader aufeinander, denn dann erwartet uns da sicher ein sehr ansehnlicher und spanndender Kampf um die Punkte.

Als Tabellenführer gehen wir nun also in die letzten vier Partien in der Hinrunde. Das sollte uns Selbstvertrauen in unsere Leistung geben. Jedoch dürfen wir die Situation nicht überbewerten und wissen natürlich woran wir auch weiterhin hart arbeiten müssen, um weiterhin dort oben mitmischen zu können.

SVS spielte mit:

Annett Keßler (Tor), Daniela Reipert (Tor), Jeannine Prochnow (4), Melanie Martin (6), Carolyn Küchler, Cindy D. (5), Linda Leonhardt (6/3), Antonia Bamler, Lisa Graupner (10), Romy Kolbe (5/1)

 

Strafwürfe:         Schneeberg        4/4 verwandelt                 /             Plauen-Oberlosa              6/4 verwandelt

Zeitstrafen:         Schneeberg        2 x 2 Minuten                    /             Plauen-Oberloas              6 x 2 Minuten

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