Starker Pokalfight unserer Mädels über 70 Minuten wird nicht belohnt (10:12) / 21:21 23:25 n. V.

Am vergangenen Samstag starteten unsere Mädels mit der ersten Runde des HVS-Moltenpokals in die Saison. Gegner war einmal mehr die HSG Neudorf-Döbeln. Nach dem wir bereits in der letzten Saison nur knapp im Viertelfinale mit 30:33 gegen Döbeln scheiterten, ging es in eigener Halle nun also erneut gegen den Sachsenligisten. Auf dem Papier eine klare Verteilung, denn die HSG erreichte in der Saison 2016/17 den 6. Tabellenplatz der Sachsenliga und stand im Finale des Moltenpokals. Dennoch hatten wir nach unseren guten Ergebnissen in der Vorbereitung viel Selbstvertrauen und wollten unseren Zuschauern eine gute Partie bieten.

In den ersten Minuten agierten beide Seiten noch etwas nervös und so konnte sich keiner entscheidend absetzen. Beim Stand von 3:3 kamen wir jedoch aus einer sicheren Abwehr heraus und mit gutem Rückhalt im Tor immer besser ins Spiel und setzten uns mit sehr guten Aktionen im Angriff bis auf 6:3 ab. In dieser Phase versäumten wir es leider uns weiter abzusetzen, denn die HSG schien jetzt mit unserem Angriff überfordert zu sein und wir scheiterten nur an unserer eigenen Chancenverwertung. Auf Grund dessen gelang es den Döbelnerinnen wieder auf 6:6 aufzuschließen. Bis zur Halbzeit blieb die Partie lange offen, doch am Ende hatte die HSG die Nase mit 10:12 vorn.

In der Halbzeitansprache hieß es nun also die kleineren Fehler der ersten Hälfte zu besprechen und diese in Hälfte zwei schnell abzustellen. Denn sowohl Mannschaft wie auch Trainer waren sich im Klaren, dass man sich in diesem Spiel gegen den Sachsenligisten nicht verstecken musste. Mit neuer Motivation ging es nun also ins Spiel zurück.

Zunächst hatte Döbeln jetzt die besseren Chancen und somit baute die HSG den Vorsprung bis auf 11:14 aus. Danach stabilisierten wir jedoch erneut unsere Abwehr und glichen durch sehr gut ausgespielte Angriffe wieder auf 16:16 aus. In den nun folgenden Spielminuten entwickelte sich die Partie zu einem spannenden Pokalfight. Beide Mannschaften mobilisierten ihre letzten Kräfte und jeder wollte das entscheidende Momentum für sich gewinnen. Über die Zwischenstände 17:17, 18:18 und 19:19 ließ das Spiel bis zum 20:20 keinerlei Verschnaufpause für das Publikum. Danach gingen die Döbelnerinnen mit 20:21 in Führung, doch wir wollten uns noch nicht geschlagen geben. Nach dem sehr gut herausgespielten Ausgleich zum 21:21, gelang es uns leider nicht den Führungstreffer noch oben drauf zu legen und somit ging es also in die 2x 5 minütige Verlängerung.

Die ersten 5 Minuten der Verlängerung konnten wir klar für uns entscheiden und gingen mit 22:21 und 23:22 sogar zweimal in Führung. Leider gelang es uns nicht den notwendigen zweiten Treffer zu erzielen, um unsere Führung weiter auszubauen. Somit gelang es Döbeln erneut auf 23:23 auszugleichen und letztendlich setzte sich der Sachsenligist mit 23:25 nach Verlängerung durch.

 

Fazit des Trainers:

Wir haben über 70 Minuten eine sehr gute und attraktive Leistung gezeigt. Gegen den körperlich sehr robusten Sachsenligisten haben wir in der Abwehr über lange Strecken sehr stabil gegengehalten und auch im Angriff gelang es uns den Gegner immer wieder vor unlösbare Aufgaben zu stellen. Hinzu kam noch der gute Rückhalt unserer beiden Torhüterinnen. Insgesamt also eine mannschaftlich geschlossene Leistung mit der man mehr als zufrieden sein kann. Ich muss meinen Mädels für ihren Einsatz ein großes Lob aussprechen. Wenn wir mit so einer mannschaftlichen Geschlossenheit in der Liga agieren, können wir beruhigt in die Saison starten.

 

SVS spielte mit:

Linda Putzker (Tor), Annett Keßler (Tor), Anne Kiebs (3), Anne Zipplies, Denise Meyer (2), Jeannine Prochnow (1), Melanie Martin (2), Cindy Dörfel (2), Linda Leonhardt (8/4), Antonia Bamler (1), Lisa Michen (1), Romy Kolbe (3)

 

Strafwürfe:         Schneeberg        4/4 verwandelt                 /             Neudorf/Döbeln              7/6 verwandelt

Zeitstrafen:         Schneeberg        5 x 2 Minuten                    /             Neudorf/Döbeln              4 x 2 Minuten

 

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